Herbstwetter und Erntefest – Woche 7

 

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Die nächste Woche starteten wir mit einer kleinen Ernte dreijährigem Gewürztraminer, der dieses Jahr zum ersten Mal zu einem eigenen Wein verarbeitet wird. Neue Unterstützung bekamen wir dabei von der Schulpraktikantin Nora, die für zwei Wochen bei uns bleibt.

 

Die zweite Häfte des Tages verbrachten wir in der Umkehrerziehung des Regents. Die als Schutz vor Frostschäden in niedrigen Lagen hoch gezogenen Stämme führten dieses Jahr trotz Frost kaum zu Ertragseinbußen. Hauptschwierigkeit lag hier wiederum bei Frasschäden durch Stare.

 

Den nächsten Tag setzten wir unsere Ernte im Regent fort, dieses Mal für Traubensaft, weshalb die Trauben noch genauer sortiert werden mussten und wir nur langsam vorankamen. Zusätzlich hatte ein Wetterumschwung den Herbst eingeleitet und wir wurden mit niedrigen Temperaturen, Wind und Regenschauern begrüßt. Nichtsdestotrotz hatten wir am Ende des Tages genug Trauben für den roten Traubensaft geerntet.

 

Früh am nächsten Morgen wurde die Rotmaische von einem Lohnunternehmen erhitzt, um dann in der Kelter gepresst zu werden.

Am Mittwoch ernteten wir wiederum einen halben Tag Regent, wechselten nachmittags jedoch zu Rivaner, um aus beidem gemeinsam Rotling zu machen. Den ganzen Tag stürmte es und schickte der Himmel von Zeit zu Zeit Regenschauer vorbei.

 

Der Donnerstag war verregnet, weshalb wir die Zeit damit verbrachten, Gläser zu spülen, Leergut zu sortieren, Altglas wegzubringen, Flaschen zu ettiketieren und Möhren zu ernten und zu verarbeiten. Neue Unterstützung bekamen wir von WWOOFer Rudi.

 

Freitag wurde erneut der letzte Rest Regent geerntet, wobei Johannas Freundin Lisa half. Im Anschluss ging es mit Rivaner weiter.

 

 

Am Samstagmorgen um 10 trafen im Nebel die ersten Gäste des zum ersten Mal stattfindenden Erntefests ein. Nach einem kleinen Wilkommen ging es im Anhänger zum Wöllsteiner Äffchen, dessen Name wohl vom rheinhessischen Wort für Ulme „Effe“ stammt. Im Frühburgunder-Jungfeld wurden einige Kartoffeln, die zuvor mit dem Traktor aus der Erde geholt wurden, eingesammelt. In der Zwischenzeit kam die Sonne heraus und es ging weiter zur Brache, wo aufgrund zu nasser Erde für die Maschine per Hand die eingetrockneten Pflanzen aus der Erde gezogen und die Kartoffeln eingesammelt wurden. Gerade diese Arbeit bereitete nicht nur den vielen Kindern, sondern auch den Erwachsenen große Freude. Neben einem Wettkampf um die größte Kartoffel ließen sich erstaunliche Sätze von den Kindern vernehmen, wie

„Das schaffen wir nur gemeinsam“

und

„Wir müssen jetzt alle zusammenarbeiten“

Außerdem wurden Kartoffelkäfer und Regenwürmer erkannt und herumgezeigt und über den Anblick von Kartoffelpflanzen gestaunt. Denn, und auch das lernte ein kleines Kind, Kartoffeln wachsen unter der Erde.

Weiter ging es zur Streuobstwiese, wo aufgrund des Spätfrosts zwar kein Obst, dafür Kürbisse und Mais zu finden waren. Hier wurde auch reichlich probiert.

 

Im Anschluss wurde die Ernte gemeinsam zubereitet, zu Kürbissuppe, Ofengemüse, gekochten Maiskolben und frittierten Kartoffelspirelli. Zu Saft und Wein wurde zusammen gegessen und abschließend konnten sich alle Kartoffeln, Mais und Kürbis mitnehmen.

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2 Gedanken zu “Herbstwetter und Erntefest – Woche 7

  1. Hallo Mona,
    ich lese Deinen Blog sehr gerne. War schon zwei Mal als Wwooferin auf dem Brühler Hof und habe dank des Blogs das Gefühl, auch jetzt ein bisschen dabei zu sein. Die Fotos sind toll, zeigen eine gute Stimmung.
    Liebe Grüße an alle
    Sabine aus Köln

    Gefällt 1 Person

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